Aufräumen

Das Aufräumen und Ausmisten. Manch einer macht dies alle paar Jahre einmal, wieder andere nur direkt zum Umzug in eine neue Wohnung. Und dann gibt es natürlich auch die jenigen, die diese Worte nicht im Wortschatz haben, “man könnte es ja irgendwann noch einmal gebrauchen”. In 5-facher Ausführung, sollten spontan 4 davon kaputt gehen. Für mich hat “das aufräumen” eine andauernde Bedeutung.

Es ist für mich ein eher fließender Prozess, der täglich durchgeführt wird. Wenn ich etwas in die Hand nehme, überlege ich kurz wann ich es zuletzt benutzt habe, und ob es tatsächlich einen Mehrwert hat. Habe ich es schon länger nicht mehr benutzt, und fällt mir auch nicht ein, wofür ich es überhaupt gebrauchen könnte, werde ich es auf kurz oder lang entfernen. Entfernen heißt, ich versuche es zu verschenken, verkaufen oder schlichtweg zu entsorgen. Kaufe ich etwas neu und ersetze dadurch ein bereits vorhandenen Gegenstand (zum Beispiel eine Tasche), kommt die alte Tasche entsprechend auch weg. Somit befreie ich mich im Kopf und mein Umfeld von unnötigen Dingen.

Das ganze hat einen entscheidenen Vorteil: ich schenke den Dingen regelmäßig Beachtung und denke mehr darüber nach, bevor ich etwas neues anschaffe. Gleichzeitig habe ich nichts, bei dem ich nicht weiß warum ich es habe.

Das heißt natürlich nicht, das ich nur mit einer Matratze und einem Wasserkocher wohne. Auch Deko-Objekte oder Bilder haben ihren Mehrwert. Wenn ich ein Bild jeden Tag in meiner Wohnung sehe und es mich entspannt oder ein Lächeln auf die Lippen zaubert, hat es bereits genug Mehrwert bewiesen 🙂 Es hat ein bisschen gedauert, ein gesundes Mittelmaß zu finden, aber nachdem es einmal zur Routine wurde, habe ich das in viele andere Lebensbereiche übernommen. Ich schenke mehr Beachtung und denke über den Wert nach. Hat einen leichten Touch von Achtsamkeit.

“Declutter your life”, wie es in englisch so schön heißt.